SEPA-Überweisungen

Finanzinstitute, die am euroSIC-System teilnehmen, können mit minimalem technischen bzw. organisatorischen Aufwand (Codeanpassung in einem Meldungstyp bzw. Abschluss einer Zusatzvereinbarung mit dem Systemmanager) SEPA-Überweisungen empfangen und senden.

Grundlage für die Verarbeitung von SEPA-konformen Überweisungen im einheitlichen Euro-Zahlungsraum ist das Regelwerk «SEPA Credit Transfer Scheme Rulebook» des European Payments Council (EPC). Es definiert die Regeln, Abläufe und Standards beim SEPA-Überweisungsverfahren während des Transfers vom Zahler an den Zahlungsempfänger.

Regeln

Das Regelwerk legt unter anderem fest, dass

  • die am SEPA teilnehmenden Finanzinstitute für SEPA-konforme Überweisungen erreichbar sind und solche auch ausführen können
  • die Überweisung zwischen der Bank des Auftraggebers und der Bank des Empfängers in Euro zu erfolgen hat
  • das Kundenbankkonto im einheitlichen Euro-Zahlungsraum geführt wird, nicht aber auf Euro lauten muss
  • eine maximale Überweisungsdauer festgelegt ist
  • es keine Betragslimiten gibt
  • die Transaktionen durch einheitliche Formate (ISO 20022) und Dateninhalte abgewickelt werden, unter anderem mit Angabe von IBAN und BIC
  • die Abläufe der Zahlung sowie der Rückweisungen und Rückleitungen einzuhalten sind.

Schweizer Zahlungsweg

Von den rund 190 am EPC-Verfahren angschlossenen Schweizer bzw. Liechtensteiner Institute nutzen über 150 den Schweizer SEPA-Zahlungsweg euroSIC/SECB/STEP2.