CLEARIT

Die Schweizer Fachzeitschrift für den Zahlungsverkehr.

September-Ausgabe 2010

Inhaltsverzeichnis

Editorial von Michael Montoya, UBS AG, Mitglied des Verwaltungsrats von SIX Interbank Clearing

Europa ist führend mit dem Aufbau modernster Karteninfrastruktur
Alle Dienstleister im Kartengeschäft stehen im Wettbewerb. Von den Finanzinstituten als Kartenherausgeber und den Kartenorganisationen über die Acquiring-Unternehmen und Zahlungsverarbeiter bis zu den Payment Service Providern und Händlern. Die Kartenindustrie hat aber auch einen mächtigen gemeinsamen Konkurrenten: das Bargeld. Jörg Metzelaers von Visa Europe sieht einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Parteien optimistisch entgegen und verspricht sich viel Wachstumspotenzial im bargeldlosen Zahlungsverkehr.

MIF – die Sicht der EU-Kommission
Als Folge der von der Europäischen Kommission durchgeführten und Anfang 2007 veröffentlichten Untersuchung des Retail-Bankgeschäfts hat die Kommission zahlreiche Nachforschungen mit hoher Priorität im Zahlungssektor durchgeführt. Die Dringlichkeit dieser Aktionen wurde durch die Arbeit am einheitlichen Euro-Zahlungsraum (SEPA) unterstrichen.

Skaleneffekte im Kartengeschäft
Die Zahlkarten haben seit 1950 dank vielfältige Nutzungsmöglichkeit, Flexibilität und Convenience die Welt erobert. Alleine in der Schweiz generieren mehr als zehn Millionen Karten über 600 Millionen Transaktionen an 150‘000 Akzeptanzstellen. Das jährliche Industriewachstum beträgt über acht Prozent.

Die Zukunft der SEPA-Lastschrift hat begonnen
SIX Group lancierte Ende 2009 ihren SEPA-Lastschriftservice für den europäischen Markt. Banken aus der Schweiz, Luxemburg, Monaco, Deutschland und Spanien haben sich bisher für das Angebot entschieden, das den Einzug europaweit standardisierter Euro-Lastschriften ermöglicht. Das Entwicklungspotenzial ist gross.

Deckungszahlungen in Euro via SWIFT
Ab 22. November 2010 kann das Schweizer Zahlungssystem euroSIC den Meldungstyp MT202COV verarbeiten. Bei dessen Lancierung durch SWIFT vor zwei Jahren hatte sich der Finanzplatz Schweiz zunächst gegen die Einführung ausgesprochen. Die Nachfrage seitens der Finanzinstitute bewirkte aber ein Umdenken.

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