Das Franken-Zahlungssystem SIC

SIX Interbank Clearing betreibt im Auftrag der Schweizerischen Nationalbank das Interbank-Zahlungssystem SIC für Transaktionen in Franken. Mit SIC werden in Echtzeit Zahlungen auf Bruttobasis zwischen Finanzinstituten abgewickelt. Das System ist direkt ans Continuous Linked Settlement (CLS), das weltweite Abwicklungs- und Settlementsystem für Devisentransaktionen, angeschlossen.

Seit 1987 arbeitet das SIC-System höchst effizient und hat sich im täglichen Einsatz bewährt. Es verarbeitet Zahlungen in Echtzeit und ist an Bankwerktagen rund um die Uhr verfügbar. Überwacht und gesteuert wird das System durch die Schweizerische Nationalbank (SNB).

Guided TourDurch ein Klicken auf das Bild links zeigt eine animierte Präsentation Wissenswertes rund um das Schweizer Zahlungsverkehrssystem SIC. Sie ist Teil der interaktiven Guided Tour von SIX Interbank Clearing.
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Aufbau

Jeder Teilnehmer hat ein SIC-Verrechnungskonto, welches täglich über ein Girokonto bei der SNB abgeglichen wird. Dabei hat die SNB als Systemmanager von SIC die Möglichkeit, die Deckung aller Finanzinstitute zu überprüfen und – bei Bedarf – einem Teilnehmer Geld zuzuführen oder ihm einen Kredit zu gewähren. Die SIC-Teilnehmer haben Echtzeit-Zugriff auf alle Daten, die ihr eigenes Verrechnungskonto betreffen. Damit können verrechnete Zahlungsein- und ausgänge, der aktuelle Guthabenbestand auf dem Girokonto sowie pendente Zahlungsein- und ausgänge in der Warteschlange unmittelbar überwacht werden.

Ablauf

Zahlungen können während 24 Stunden online eingeliefert werden. Dabei werden folgende Punkte überprüft:

  • Elektronische Unterschrift
  • Eingabeberechtigung anhand der Stammdaten
  • Aufbau der Zahlung
  • Doppeleinlesekontrolle

Nach diesen Kontrollen wird eine Bestätigung bzw. Fehlermeldung an das auftraggebende Finanzinstitut gesandt.

Nach erfolgter positiver Deckungsprüfung wird die Zahlung unwiderruflich verrechnet und an die Empfängerbank weitergeleitet, welche den Empfang elektronisch quittiert. Verfügt ein Teilnehmer nicht über genügend Deckung, wird die Zahlung in einer Wartedatei pendent gehalten, bis mittels eingehender Zahlungen oder Liquiditätszufuhr die notwendige Deckung erreicht ist.

Zugänge

Der Zugang zum SIC kann auf die folgenden zwei Arten sichergestellt werden:

  • Durch Standard-Interfaces von Softwarehäusern oder Eigenapplikationen der Teilnehmer. Dadurch kann die Integration in hauseigene Systeme individuell gestaltet werden. Dieser Zugang ist deshalb insbesondere für grosse Datenmengen geeignet.
  • Durch remoteGATE, einer Verbindung via SWIFT und Internet, das für Teilnehmer mit kleinen Transaktionsvolumen kostengünstig realisierbar ist.

Innertages-Liquidität

Seit Oktober 1999 bietet die Nationalbank zinslose Innertages-Liquidität in Form von Repos für Repos-Vertragsparteien im In- und Ausland an. Die Finanzinstitute können ihren Bedarf zwischen 8.00 und 14.45 Uhr zu jedem beliebigen Zeitpunkt decken.

Teilnahme am Schweizer Repo-Markt

Finanzinstitute weltweit können unter bestimmten Voraussetzungen über Eurex Repo am Schweizer Repo-Markt teilnehmen. Die Repo-Geschäfte werden von SIX SIS und SIX Interbank Clearing zusammen mit der Nationalbank im Rahmen der Swiss Value Chain abgewickelt.

Guided TourDurch ein Klicken auf das Bild links zeigt eine animierte Präsentation Wissenswertes rund um die Schweizer Finanzmarktinfrastruktur Swiss Value Chain. Sie ist Teil der interaktiven Guided Tour von SIX Interbank Clearing.
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Bankfeiertage 2010

Interfaces-Anbieter

System-Teilnehmer

Leitfaden zur Teilnahme am Schweizer Franken Repo-Markt